Die Deutsche Schule Oslo – Max Tau feiert Geburtstag!

Deutsche Schule Oslo - Max Tau Bild vergrößern Deutsche Schule Oslo - Max Tau (© DSO) 30 Jahre Deutsche Schule Oslo: Das sind 30 Jahre Bemühungen, aus jungen Menschen Erwachsene mit interkulturellen Kompetenzen zu formen, 30 Jahre Werbung für Deutschland und die deutsche Sprache im Ausland und 30 Jahre unermüdlicher Einsatz von Lehrern, Eltern und Schülern beim Aufbau einer deutschen Bildungseinrichtung in Norwegen. Nach nur drei Jahrzehnten kann die Deutsche Schule Oslo bereits auf eine bewegte Geschichte zurückblicken – wenn das kein Grund zum Feiern ist! Am 25. September 2010 begang die „DSO“ deshalb ihr Jubiläum mit einem bunten Programm. Der Tag begann mit einer Ausstellung der Ergebnisse aus der Schüler-Projektwoche in den Räumlichkeiten der Deutschen Schule und endete mit einem festlichen Empfang mit musikalischem Rahmenprogramm.
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Von den Anfängen bis zur Begegnungsschule
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Die Deutsche Schule ist nach dem 1976 in Oslo verstorbenen jüdischen Philosophen, Schriftsteller und Verleger Max Tau benannt. Als sie 1980 erstmals ihre Pforten für gerade einmal zehn Schüler öffnete, war sie ursprünglich als Grundschule für die Angehörigen von Mitarbeitern der Deutschen Botschaft und des NATO-Hauptquartiers Nord gedacht. Der Unterricht fand zunächst in den Kellerräumen der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Norwegen statt. Nach Jahren des Wachstums und mehreren Umzügen hat die Schule heute 210 Schüler (von denen die Hälfte junge Norweger sind) und 76 Kindergartenkinder am Standort Sporveisgata 20.
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Die DSO ist eine Privatschule und wird vom Schulverein, einem Verein nach norwegischem Recht, getragen. Am 26.02.2010 wurde ein bilaterales Abkommen zur Umwandlung der Schule in eine deutsch-norwegische Begegnungsschule unterzeichnet. Damit wird die Schule zu einem wirklich bilateralen Projekt. Die Schüler haben nun die Möglichkeit, sowohl das deutsche internationale Abitur (DIAP) wie auch die Zugangsberechtigung für norwegische Universitäten zu erwerben.
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Der Namenspatron Max Tau
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Um die Verständigung und die Beziehungen zwischen Deutschen und Norwegern war auch der Namenspatron der DSO, Max Tau, aktiv bemüht. Von den Nationalsozialisten verfolgt, floh der jüdische Schriftsteller und Verleger 1938 zunächst nach Oslo und später nach Schweden. Max Tau wurde bekannt für seinen Einsatz zur Förderung deutscher Literatur in Norwegen und norwegischer Literatur in Deutschland. Nach seiner Rückkehr nach Norwegen gründete er eine Friedensbücherei sowie die Deutsch-Norwegische Vereinigung (die spätere Deutsch-Norwegische Gesellschaft).
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Deutsch-Norwegischer Alltag an der DSO

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Der Austausch zwischen den beiden Kulturen ist wesentlicher Bestandteil des Alltags an der DSO. Knapp die Hälfte aller Schüler hat eine andere Muttersprache als Deutsch. Norwegisch und norwegische Gesellschaftskunde stehen von Klasse 1 an auf dem Stundenplan und mit Englisch und Französisch kommen später weitere Fremdsprachen hinzu. Auch ansonsten wird die Begegnung mit fremden Kulturen an der DSO groß geschrieben: Einen „deutsch-französischen Tag“ gemeinsam mit der französischen Schule in Oslo gibt es ebenso wie ein Austauschprojekt mit einer Schule in Bergen. Mit dem Schuljahr 2010/11 wurde auch eine Zusammenarbeit mit der Nadderud Videregående ins Leben gerufen. Die Zielstellung für die Zukunft ist klar formuliert: Die Deutsche Schule Oslo will als den bikulturelle tyske skole i Oslo die Begegnungsschule Norwegens werden.

Deutsche Schule Oslo - Max Tau

Kontaktangaben

Deutsche Schule Oslo - Max Tau
Besuchsadresse: Sporveisgata 20, 0354 Oslo
Postanschrift: P.b. 214 Bogstadveien, 0323 Oslo
Telefon +47 22 93 12 20
Fax +47 22 93 12 30

Im Rahmen der Partnerschulinitiative Pasch des Auswärtigen Amtes, an der auch die DSO beteiligt ist, hebt der deutsche Außenminister Guido Westerwelle die Bedeutung der Begegnung hervor:

"Wir wollen offen sein für die Vielfalt der Kulturen und tolerant gegenüber der Eigenständigkeit anderer Menschen. Dafür benötigen wir mehr denn je Orte der Verständigung, des gemeinsamen Lernens und der Kreativität."

Der norwegische Außenminister Jonas Gahr Støre über den neuen Status der DSO als Begegnungsschule:

"Ich möchte hiermit ausdrücklich auf die enorme Bedeutung der deutschen Schule hinweisen, auf den Einfluss der Schule für die norwegisch-deutschen Beziehungen. Ich glaube, dass der neue Status der Schule auch dafür sorgen wird, dass mehr norwegische Schüler diese Schule besuchen werden und damit Zugang zu dem reichen Sprach- und Kulturkreis bekommen, den Deutschland darstellt."